Idee und Gründung der I.G. Yacht-Modellbau

Wer diese Zeilen liest, hat unsere Page durch Zufall gefunden, oder gezielt nach ihr gesucht. Zur Einleitung möchte ich kurz ein paar Worte über unsere Entstehungsgeschichte erzählen:


Nachdem sich unsere Interessen - Gemeinschaft Yacht-Modellbau während der Dortmunder Messe „Intermodellbau ´96“ offiziell mit nur 4 verrückten Yachties gegründet hat, ist die Zahl unserer Mitglieder bisher zwar langsam, dafür aber stetig gewachsen. Dieses „Langsam“ liegt wohl nicht zuletzt an den Vorgaben und Zielen, die wir uns selbst gesetzt haben. So mancher wird sich fragen, warum wir keinen eingetragenen Verein gegründet, also ein „e.V.“ hinter unseren Namen geschrieben haben. Die Gründung eines solchen Vereines lag und liegt auch heute noch nicht in unserer Absicht, da unsere Mitglieder – ganz so wie in den anderen bekannten I.G.´s auch – im gesamten deutschsprachigen Raum verteilt sind. Unsere I.G. ist ein Zusammenschluss von Individualisten im Schiffs- Modellbau, und durch diese Form des Zusammenschlusses als Interessen- Gemeinschaft wird es bei uns weder eine Vereinssatzung noch einen 1. und 2. Vorsitzenden geben – dafür aber eine Reihe von schönen und vorbildgetreuen Yachtmodellen - reine Fantasiemodelle gibt es bei uns nicht! Trotzdem hat sich aber im Laufe der Zeit eine gewisse vereinsähnliche Arbeitsteilung ergeben – auch eine I.G. wie unsere muss schließlich verwaltet werden!

Sinn und Zweck unserer I.G.

unserer Gemeinschaft ist, den Bau funkferngesteuerter Schiffsmodelle von Sportyachten, Offshore- Yachten, sowie Renn– und Mega- Yachten zu fördern und zu unterstützen. Dem Bau solcher Modelle haftete jahrelang das Etikett des Anfänger- oder auch Baukasten- Modellbauers an. Yachties wurden lange Zeit auf Veranstaltungen oder Messen nicht ernst genommen – von ernsthaften Wettbewerben wollen wir hier erst gar nicht reden! Wer keinen Schlepper oder SRK baute gehörte einfach nicht dazu, wobei ich betonen möchte, das wir nichts gegen solche Modelle haben. Ganz im Gegenteil: Es ist doch schön, dass unser Hobby so breit gefächert ist, und so viele verschiedene Vorbilder bietet. So haben sich fast alle unsere Mitglieder in den ortsansässigen Schiffsmodellbau Vereinen mit ihren speziellen Yachtmodellen nicht wohl, bzw. „zu Hause“ gefühlt! Dies führte dann konsequenter Weise zur Gründung einer ganz speziellen Gemeinschaft... der I.G. der Modell- Yachties!
Von nun an veränderte sich das negative Bild über "Modell- Yachties" langsam aber sicher, wozu sicherlich mehrere Punkte beigetragen haben:

 

1. hat einer unserer Mitglieder mit einer Renn- Yacht! an der Weltmeisterschaft für Schiffs- Modellbau 1997 in St. Gallen teilgenommen, und in der Klasse C2 eine Bronze- Medaille errungen, und dies gegen eine große Konkurrenz von Arbeitsschiffen

2. war schon der erste Messestand unserer I.G. auf der 20. Intermodellbau 1998 in Dortmund ein „durchschlagender“ Erfolg, und

3. gibt es mittlerweile einige wunderschöne Yachtmodelle der verschiedensten Klein– und Großserien- Hersteller, zu deren Entwicklung die Gründer unserer I.G. beigetragen haben.

 

Das Argument: Eine Yacht sei ein detailarmes Schiff, auf dem keine Sonderfunktionen verwirklicht werden können, lässt sich mit jedem gut gebauten Yachtmodell widerlegen. Was ein Schlepperkapitän an Funktionen im Maßstab 1:33 oder 1:50 verwirklicht, ist in unseren Maßstäben von 1:6 bis 1:30 nun wirklich kein Problem! Unsere Modelle werden grundsätzlich nach existierenden Yachtvorbildern gebaut. Das 6-Meter Schlauchboot kann unseren Mitgliedern ebenso als Vorbild dienen wie die 75 Meter Mega- Yacht. Wir möchten jedoch mit Nachdruck betonen, dass reinrassige Rennboote nicht dazu gehören– auch wenn diese noch so scalegerecht gebaut werden! Die speziellen Techniken unserer Rennboot- Kollegen basieren auf ganz anderen Voraussetzungen als unsere Yachten: Die Einen eifern der absoluten Höchstgeschwindigkeit nach, während sich die Anderen strickt an die vorbildgetreue Geschwindigkeit halten. Auch hier gilt wiederum die Devise: Jedem das seine! Zu den schon weiter oben genannten Renn- Yachten zählen wir solche Modelle wie die AZIMUT ATLANTIC CHALLENGER, die VIRGIN ATLANTIC CHALLENGER, die GENTRY EAGLE oder die DESTRIERO.


Dies alles schließt natürlich nicht aus das es auch schnelle Yachten gibt, was wir selbst natürlich toll finden, weshalb wir aber trotzdem darauf bestehen nicht in die Rennbootecke geschoben zu werden! Wer einmal eine Messe wie die „boot“ in Düsseldorf besucht hat wird wissen, wie groß die Vielfalt der Yachttypen ist – hier sollte also eigentlich jeder yachtinteressierte Modellbauer fündig werden, egal ob ihn ein schnelles oder ein langsames Vorbild fasziniert!

Pläne und Ziele der I.G.

Wir planen in jedem Jahr zwei Treffen: Das Erste im Frühjahr mit unserem eigenen Messestand während der größten europäischen Modellbaumesse „Intermodellbau“ in Dortmund , das Zweite - Mitte bis Ende August im Spätsommer - zu unserem eigenem Schaufahren.
Während ich von Wuppertal aus die gesamte Verwaltung erledige, verwaltet unser Kollege Timo Stracke unsere Finanzen. Allen aktiven Mitgliedern stehen unsere aktuellen Mitglieder- Listen ebenso zur Verfügung, wie die verschiedenen Listen vorhandener, im Bau befindlicher und auch geplanter Modellyachten. Auf diese Weise sollen vor allem Doppel- Planungen von Modellen vermieden werden.


Wer schon einmal versucht hat, eine Modellyacht nach Original- Unterlagen zu bauen, der weiß wie langwierig und mühevoll die Plan- und Fotobeschaffung sein kann – wir können alle schon ein Lied davon singen! Einige Faxe, viele lange Telefonate (manchmal auch viel zu kurz, weil mit negativem Ergebnis!), und einiges an Briefverkehr lassen die Unkosten für eine Projektplanung schnell bis in dreistellige € - Zahlen anwachsen. Bei dieser Arbeit und Planung wird unsere I.G. ihren Mitgliedern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eine Garantie für eine erfolgreiche Unterlagen- Beschaffung gibt es trotz bester internationaler Kontakte natürlich nie!
Die bisherigen Präsentationen unserer I.G. während der Intermodellbau in Dortmund waren ein voller Erfolg! Das Ziel, die besondere Schiffsspezies „Yachten“ in einem eben solchen edlen wie auch exklusiven Standambiente zu präsentieren, ist uns bisher gelungen - ganz so wie es den Vorbildern unserer Modelle gebührt. Ein ständig von Besuchern belagerter Messestand zeugt von dem Erfolg unserer Bemühungen. Durch die Entscheidung den Stand in einer „offenen“ und begehbaren Art zu gestalten, können die Besucher recht nahe an die Modelle heran und diese so auch vernünftig anschauen. Die Vielfalt der ausgestellten Yachten reichte bisher vom Jet- Bike (natürlich mit richtigem Jet- Antrieb), über Offshore- und Flybridge- Yachten bis hin zu Mega- und Renn- Yachten. Mittlerweile ist die etwas sterile Präsentation unserer Modelle "im Trockenen" einem Diorama als Yacht-Marina mit echtem Wasser gewichen. Die Begeisterung der Messebesucher gab unserer mutigen Idee recht.
 

Mit Vollgas in die Zukunft, so wie Timos SEA RAY 440 EB

Wir sind davon überzeugt, mit unserem Stand das uns Yachties bisher anhaftende Image des (Yacht-) Baukasten- Modellbauers endgültig abgestreift zu haben. Wenn man bedenkt, dass wir mit unserer Gründung 1996 mit vier! Mitgliedern begonnen haben, und mittlerweile 30 Mitglieder zählen, können wir mit dem bis hierher Erreichten mehr als zufrieden sein. Der Erfolg unserer I.G. beweist, dass wir mit unseren Modellen eine Nische in der Vielfalt der  Schiffsmodelle schließen können, die der Zuschauer sehen will, also bisher vermisst hat. Von diesem Erfolg angespornt, freuen wir uns natürlich schon heute auf die nächste Messe in Dortmund! Erste IInfos zur Messe, sowie zum nächsten Schaufahren werden Sie "zeitgerecht" unter dem Link "Aktuelles" finden. Während die Messe nur einen Teil unserer Modelle bieten kann, werden wir während unserem dreitägigen Schaufahren alles zeigen, was wir zu bieten haben. Hier ist also „Showtime“ angesagt!